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Medientipp Februar 2024

Elke Heidenreich: Frau Dr. Moormann & ich 

Verlag Hanser

Sie kann’s noch.

Das neue Buch von Elke Heidenreich hat mich eingekuschelt, mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und mir Mut gemacht. Es ist noch nicht alles verloren. Wir können jeden Tag unser Leben ändern und die Welt besser machen.

Frau Heidenreich hat eine Nachbarin, die nervt. Kennen wir alle. Den Nachbarn kann man schwer entkommen und sie stellt sich dieser Herausforderung. In kleinen Schritten, trotzig, leidenschaftlich, immer ehrlich und mit dem ihr eigenen Witz, knackt sie die Nuss.

Viel Spaß!

Britta Samulowitz

 

 

 

Medientipp Januar 2024

Daniel Glattauer: Die spürst du nicht.  

Verlag Zsolnay

Verlagstext: Der Bestsellerautor Daniel Glattauer lässt in seinem neuen Roman Menschen zu Wort kommen, die keine Stimme haben - ein Sittenbild unserer privilegierten Gesellschaft.
Die Binders und die Strobl-Marineks gönnen sich einen exklusiven Urlaub in der Toskana. Tochter Sophie Luise, 14, durfte gegen die Langeweile ihre Schulfreundin Aayana mitnehmen, ein Flüchtlingskind aus Somalia. Kaum hat man sich mit Prosecco und Antipasti in Ferienlaune gechillt, kommt es zur Katastrophe.
Was ist ein Menschenleben wert? Und jedes gleich viel? Daniel Glattauer packt große Fragen in seinen neuen Roman, den man nicht mehr aus der Hand legen kann und in dem er all sein Können ausspielt: spannende Szenen, starke Dialoge, Sprachwitz. Dabei zeichnet Glattauer ein Sittenbild unserer privilegierten Gesellschaft, entlarvt deren Doppelmoral und leiht jenen seine Stimme, die viel zu selten zu Wort kommen.

Meine Meinung: Daniel Glattauer hält in diesem Buch der Gesellschaft einen Spiegel vor. In geschliffener Sprache zerlegt er Vorurteile und führt auf ein falsches Gleis. Erschüttert muss man seine eigenen Gedanken überprüfen. Glattauer, bekannt vor allem für „Gut gegen Nordwind“, legt hier ein ganz anderes Thema vor, den Bühnenautor kann man in den Dialogen spüren. Das Unglück wird von vielen Seiten beleuchtet und besonders die Reaktion der Medien und der sog. sozialen Netzwerken sind erhellend. Das Ganze ist spannend, absolut nachvollziehbar und zutiefst ergreifend. Keine leichte, nicht immer angenehme, aber sehr lesenswerte Kost.

Uta Mach