Die Färberdistel ist auch unter anderen Namen wie Saflor, Öldistel, Färbersaflor und Falscher Safran bekannt. Über die Herkunft der Öldistel lässt sich keine eindeutige Aussage treffen, da sie heute bereits weltweit verbreitet ist. Vermutet wird, dass sie aus Kleinasien stammt. Außerdem ist die Pflanze wahrscheinlich eine Kulturhybride, die vor Urzeiten aus den Arten Carthamus persicus und Carthamus palaestinus entstanden ist. Schon 3500 v. Chr. wurde die Färberdistel in Ägypten zum Färben verwendet.
Aussaat: ab Mitte April bis Anfang Juni direkt ins Freiland ausäen 2 - 3 cm tief im Abstand von 20 - 30 cm
Standort: warm und sonnig, gut durchlässiger Boden, einjährig
Keimdauer: 2 - 3 Wochen, auf regelmäßige Wasserversorgung im Frühjahr achten, bildet tiefreichende Pfahlwurzel, Trockenheit im Sommer für Pflanze kein Problem
In größerem Umfang wird Carthamus tinctorius angebaut, um aus den Samen Färberdistelöl herzustellen. Dieses enthält einen sehr hohen Anteil an ungesättigter Linolsäure und Vitamin E und wird in der Küche als Speiseöl, aber auch zur Herstellung von Farben und Lacken verwendet.
Wie der Name schon sagt, färbt die Pflanze auch Textilien. Dafür werden die intensiv farbigen Blütenblätter der Färberdistel erst ausgewaschen, dann getrocknet und schließlich erhält man in einer alkalischen Lösung das typische Saflor-Rot.
Auch als Arznei- oder Heilpflanze findet die Färberdistel ihre Anwendung. Hierfür werden beispielsweise die getrockneten Blütenblätter für Teeaufgüsse genutzt.
Unter dem Namen Falscher Safran ist die Pflanze auch nicht grundlos bekannt, denn ihre Blütenblätter werden als Gewürzersatz für den teuren Safran verwendet. Hierbei wird aber hauptsächlich die Farbe imitiert, denn der Geschmack fällt äußerst mild aus.
Zuletzt wird die Färberdistel in der Floristik als Trocken- oder Schnittblume genutzt. Hierbei sind besonders die dornenlosen Sorten gefragt.
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Jahr:
2025
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SG
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Saatgut