Im Mittelpunkt von Josephine Deckers intensivem Drama über Identität, Kreativität und Machtverhältnisse in künstlerisch geprägten Beziehungen steht Madeline (Helena Howard) - eine sensible Teenagerin mit psychischen Problemen.
In einer experimentellen Theatertruppe unter der Leitung der charismatischen Evangeline (Molly¿Parker) blüht die junge Frau auf. Die Truppe erarbeitet ein Stück, basierend auf Improvisationen, inspiriert von Madelines eigenen Emotionen und Konflikten, insbesondere aber vom angespannten Verhältnis zu ihrer überfürsorglichen Mutter (Miranda¿July).
Im Verlauf des Films verschwimmen zunehmend die Grenzen zwischen Kunst und Realität. Evangeline beginnt, Madelines persönliches Leiden ¿ ihre psychische Erkrankung und familiären Spannungen ¿ als Material für die Aufführung zu nutzen, was zum existenziellen Machtkampf führt. Madeline ringt unterdessen damit, ihre eigene Stimme zu bewahren, während ihre Identität in der künstlerischen Vision ihrer Regisseurin neu geformt wird.
Der Film überzeugt durch seine visuell-experimentelle Ästhetik sowie die beeindruckende Vorstellungskraft der jungen Darstellerin Helena Howard ¿ in ihrer ersten Filmrolle! ¿, die von der Filmkritik als eine der herausragendsten schauspielerischen Leistungen der letzten Jahre gewürdigt wurde.
Regisseurin und Drehbuchautorin Josephine Decker (¿Shirley¿) inszenierte das intensive psychologische Porträt einer Jugendlichen auf der Suche nach Selbstbestimmung; gleichzeitig stellt sie die Frage, wie es um die ausbeuterischen Strukturen der Film- und Theaterszene bestellt ist - und wem eine Geschichte eigentlich gehört.
¿Obwohl 'Madeline¿s Madeline' kaum anderthalb Stunden dauert, bietet er eine Fülle an ausdrucksstarken Details, fantasievollen Ereignissen, emotionaler Vielfalt und Intensität sowie ästhetischer Kreativität. [...]
In der Rolle der Madeline liefert Howard eine Leistung ab, die in ihrer Ausdruckskraft und technischen Stärke zu den markantesten, vielfältigsten und extremsten aller jugendlichen Darstellerinnen in der Geschichte des Kinos zählt. [...] Howards Leistung und Deckers Film sind gleichermaßen historische Errungenschaften.¿ (Richard Brody, in: The New Yorker)
"Gegen äußere Hierarchien, gegen Fremdbestimmung, gegen die Macht der Aneignung setzt Deckers Meisterwerk andere Bilder: Die Bilder einer Innerlichkeit, an der Anteil genommen werden kann, deren Offenheit dazu einlädt, einen Blick einzunehmen, der nicht nur wahrhaft anders ist, sondern auch wahrhaft filmisch. Das ist die Größe dieses Films: Den Bildern des Kinos eine Macht zu geben, mit der sie die Welt verändern können." (Lars Dolkemeyer, auf: kino-zeit.de)
Jahr:
2026
Verlag:
Potsdam, filmwerte GmbH
Aufsätze:
Zu diesem Aufsatz wechseln
Diesen Link in neuem Tab öffnen
Mehr...
Suche nach dieser Systematik
Suche nach diesem Interessenskreis
Beschreibung:
1 Online-Ressource (93 min), Bild: 16:9 HD
Schlagwörter:
Film
Mehr...
Beteiligte Personen:
Suche nach dieser Beteiligten Person
Decker, Josephine (Cutter*in); Atkins, Harrison (Cutter*in); Parker, Molly (Schauspieler*in); Mani, Sunita (Schauspieler*in); July, Miranda (Schauspieler*in); Tharps, Lisa B. (Schauspieler*in); Okpokwasili, Okwui (Schauspieler*in); Eskelson, Dana (Schauspieler*in); Howard, Helena (Schauspieler*in); Traub, Sophie (Schauspieler*in); Haha, Lolo (Schauspieler*in); Bonilla, Felipe (Schauspieler*in); Steinmetz, Eva (Schauspieler*in); Hernández, Martín (Tongestalter*in); Connor, Ashley (Kameramann(Cinematograph)); Rao, Elizabeth (Filmproduzent); Parris, Krista (Filmproduzent); Decker, Josephine (Filmregisseur)
Sprache:
Englisch
Mediengruppe:
Filmfriend