Cover von Wolz ¿ Leben und Verklärung eines deutschen Anarchisten wird in neuem Tab geöffnet
E-Medium

Wolz ¿ Leben und Verklärung eines deutschen Anarchisten

0 Bewertungen
Verfasser*in: Suche nach diesem Verfasser Sasse, Karl-Ernst (Komponist*in); Beck, Werner (Drehbuchautor*in)
Jahr: 2025
Verlag: Potsdam, filmwerte GmbH
Mediengruppe: Filmfriend
Download Zum Download von externem Anbieter wechseln - wird in neuem Tab geöffnet

Exemplare

ZweigstelleMediengruppeStandorteInteressenkreisStatusVorbestellungenFrist
Zweigstelle: Filmfriend Mediengruppe: Filmfriend Standorte: Sas Interessenkreis: Status: Zum Downloaden Vorbestellungen: 0 Frist:

Inhalt

Leben und Verklärung eines deutschen Anarchisten: Der mit einem unbändigen Hass auf die kapitalistische Ausbeuterordnung aus dem Ersten Weltkrieg heimgekehrte Ignaz Wolz führt seinen eigenen Krieg gegen die Reichen. Er beraubt sie, um den Armen zu geben. Er wird bewundert und gefürchtet. Um sich Waffen zu besorgen, überfällt er ein Polizeigefängnis, lässt die Gefangenen frei und trifft dabei seinen Kriegskameraden Ludwig wieder. Der bemüht sich, den Tatendrang des Anarchisten in revolutionäre Bahnen zu lenken, gibt auch nicht auf, als Wolz festgenommen und zu lebenslanger Haft verurteilt wird. Die ihrer bürgerlichen Klasse abtrünnig gewordene Agnes heiratet Wolz im Zuchthaus, um den Kontakt aufrecht erhalten zu können, obwohl sie Ludwig liebt. Die Genossen kämpfen unermüdlich für seine Freilassung. Nach sieben Jahren wird Wolz entlassen, aber seine anarchistische Position aufzugeben, ist er nicht bereit. Er verlässt Deutschland, um einen Platz zu suchen, wo solche wie er gebraucht werden. (Quelle: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg. DEFA-Spielfilme 1946-1992) Das reale Vorbild der Wolz-Figur war der 1889 in Moritz bei Riesa geborene Max Hoelz, Sohn einer vielköpfigen Landarbeiterfamilie. Am 15.9.1933 ist er freilich nicht in der Orka ertrunken, wie es von der SED-Geschichtsschreibung behauptet wurde: Der als guter Schwimmer bekannte Hoelz würde vielmehr von der sowjetischen Geheimpolizei ermordet, nachdem ihn der NKWD zuvor der Teilnahme an einer konterrevolutionären, terroristischen und trotzkistischen Verschwörung bezichtigt hatte. Nachlesen lässt sich heute in der biografischen Datei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. "Günther Rücker und Günter Reisch haben gegen manche Widerstände ein mutiges, hochkarätig besetztes Filmprojekt realisiert, das kurz nach der Uraufführung am authentischen Ort des Geschehens, in der Lutherstadt Eisleben, unter großem öffentlichem Tamtam im Jugendclub 'X. Weltfestspiele' gezeigt wurde. Max Hoelz hat geholfen, den Kapp-Putsch der Rechten niederzuschlagen und war wesentlich beteiligt an den Märzaufständen 1921 im Mansfelder Land und in Leuna, die sich rasch wie ein Flächenbrand auf ganz Mitteldeutschland ausweiteten. Er hat sich halt keiner Parteidisziplin unterworfen: Aus der Sicht zahlloser kritischer offiziöser Stimmen in der DDR konnte aus solch' anarchistischem Material kein Volksheld geschnitzt werden." (Pitt Herrmann, auf: filmportal.de)

Bewertungen

0 Bewertungen
0 Bewertungen
0 Bewertungen
0 Bewertungen
0 Bewertungen

Details

Verfasser*in: Suche nach diesem Verfasser Sasse, Karl-Ernst (Komponist*in); Beck, Werner (Drehbuchautor*in)
Jahr: 2025
Verlag: Potsdam, filmwerte GmbH
Suche nach dieser Systematik
Suche nach diesem Interessenskreis
Beschreibung: 1 Online-Ressource (106 min), Bild: 16:9 HD
Schlagwörter: Film
Sprache: Deutsch
Mediengruppe: Filmfriend