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Der große Sprung

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Verfasser*in: Suche nach diesem Verfasser Brand, Neil (Komponist*in); Heymann, Werner R. (Komponist*in); Fanck, Arnold (Drehbuchautor*in)
Jahr: 2026
Verlag: Potsdam, filmwerte GmbH
Mediengruppe: Filmfriend
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Inhalt

Die selbstbewusste Ziegenhirtin Gita (Leni Riefenstahl) wird von dem sie verehrenden Bergbewohner Toni (Luis Trenker) und dem wohlhabenden, zunächst völlig skiunerfahrenen Großstädter Michael Treuherz (Hans Schneeberger) umworben. Dessen Berliner Arzt hat ihm ¿Klettern und ein bisschen Heiraten¿ verschrieben - und so lernt Treuherz bei seinen ungeschickten Bergtouren die sportliche Gita kennen, die ihm das Skifahren beibringt. Der Liebeswettstreit der beiden Männer "kulminiert" wortwörtlich in einem Skiwettrennen, für das sich Gita selbst als Preis aufruft. Arnold Fancks heitere Berg- und Skikomödie entstand im Jahr 1927 der Weimarer Republik und verband spektakuläre Außenaufnahmen in den Dolomiten und am Arlberg mit Wintersport, Slapstick und einer Liebesgeschichte. Filmhistorisch steht der Film für den deutschen Bergfilm, der mit Dreharbeiten an Originalschauplätzen sowie dynamischen Natur- und Bewegungsbildern wichtige technische Neuerungen hervorbrachte. Zugleich transportierte das Genre Ideale wie Naturverbundenheit, körperliche Leistung und Selbstüberwindung, die später politisch vereinnahmt wurden. Wichtige Beteiligte von "Der große Sprung" nahmen denn auch im Nationalsozialismus weitaus problematischere Rollen ein: Gita-Darstellerin Leni Riefenstahl wurde zur zentralen Regisseurin der nationalsozialistischen Propaganda. Arnold Fanck mied zunächst das NS-Regime, trat dann aber doch 1940 der NSDAP bei und arbeitete später an regimenahem Material. Luis Trenker ("Der Berg ruft") verband den Bergfilm zunehmend mit nationalistischen Heimatvorstellungen. Und Kameramann Sepp Allgeier arbeitete später an Riefenstahls "Triumph des Willens" und für Kriegswochenschauen. ¿Der große Sprung¿ selbst ist kein NS-Propagandafilm. Er ist vielmehr ein technisch innovatives Werk der Weimarer Republik, an dem sich aber gut nachvollziehen lässt, wie die Natur- und Körperästhetik des Bergfilms später für nationalsozialistische Bildwelten nutz- und ausschlachtbar wurde. "Zeitlos brillant sind die technische Umsetzung des sportlichen Wettkampfs sowie der visuelle Umgang mit der mythischen Bergidylle. Der Film wurde von der Friedrich-Murnau-Stiftung restauriert und mit einer neuen Musik von Neil Brand versehen." (Lexikon des Internationalen Films)

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Details

Jahr: 2026
Verlag: Potsdam, filmwerte GmbH
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Schlagwörter: Film
Mediengruppe: Filmfriend