Arcadia - so heißt das kalifornische Paradies, das Tom (John Hawkes) seinen drei Kindern ¿ der 12-jährigen Greta (Ryan¿Simpkins), dem jungen Nat (Ty¿Simpkins) und Caroline, der Ältesten (Kendall¿Toole) ¿ in den buntesten Farben ausmalt. Der halbe Haushalt wird in den verbeulten Kombi gepackt - und schon beginnt die knapp 4.800¿km lange Autoreise quer durch die USA. Schäbige Motels, Fast-Food-Restaurants und beeindruckende Sehenswürdigkeiten wie der Grand Canyon gibt es obendrein.
Was fehlt, ist die Mutter. Die komme bald nach, um am sonnigen Leben in Arcadia teilzuhaben - so verspricht es Tom. Doch mit jedem Kilometer wächst die Unsicherheit bei den Kindern. Langsam beginnt Greta zu begreifen, dass die Familie auseinanderzubrechen droht...
Als sanftes und doch doch intensiv inszeniertes Road Movie, überzeugt Olivia Silvers Film vor allem durch seine ruhige, atmosphärische Bildsprache und eine glaubwürdige Familienkonstellation. Sanft wird die Alltagsrealität mit den leisen Rissen eines zerbrechenden Familienzusammenhalts verwebt, während die Kamera immer wieder kleine Momente zwischen Kindheit und Erwachsensein einzufangen weiß.
Ein Film ganz abseits großer Ereignisse, aber mit ganz vielen stillen Zwischentöne - prämiert mit allerhand Festivalpreisen wie dem Gläsernen Bären, Hauptpreis in der Generation Kplus-Sektion der Berlinale.
¿ARCADIA ist zum großen Teil dem bekanntesten Filmgenre zuzuordnen: der Coming-of-Age-Geschichte. Diese Erzählungen über das Erwachsenwerden sind praktisch ein eigenes Genre, nehmen verschiedene Formen an (neoklassisch-zeitgenössisch, elliptisch wie ein Kunstfilm), haben viele Stimmungen (wütend, wehmütig, nostalgisch) und vermitteln verschiedene Lektionen, von denen viele auf dieselbe Erkenntnis hinauslaufen: Deine Eltern sind Menschen, aber du wirst überleben und ihnen ihre schlechten Entscheidungen verzeihen. [...]
Ihr Talent, die Übergangsphase in filmische Begriffe zu übersetzen, diese Momente zwischen Unschuld und Wissen, Kindheit und Erwachsensein, Unversöhnlichkeit und Vergebung einzufangen, macht Silver zu einer Filmemacherin, die man im Auge behalten sollte.¿ (Manohla Dargis, in: The New York Times)
Jahr:
2026
Verlag:
Potsdam, filmwerte GmbH
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Beschreibung:
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Schlagwörter:
Film
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Simpkins, Ty (Schauspieler*in); Heames, Darin (Schauspieler*in); Fogleman, Chris (Schauspieler*in); Campbell, Julia (Schauspieler*in); Toole, Kendall (Schauspieler*in); Gleason, Mary Pat (Schauspieler*in); Koles, Drew (Schauspieler*in); Hawkes, John (Schauspieler*in); Simpkins, Ryan (Schauspieler*in); Bella, Andrea (Tongestalter*in); Lee, Jennifer (Cutter*in); Stefan, Jai (Filmproduzent); Favre, Julien (Filmproduzent); Thomas, Silenn (Filmproduzent); Silver, Olivia (Filmregisseur); Lin, Eric (Kameramann(Cinematograph))
Sprache:
Englisch
Mediengruppe:
Filmfriend